Tümpelkrähe, Monster-Krebse und hüpfende Fische – eine Session am DOMAINE DE BOUXIER Teil 2

Damn Mist :-/ Meine Augen waren auf – und es war hell in Frankreich! Die ganze Zuversicht der gestrigen Nacht war verschwunden. Unglaublich. Die rechte Hand fuhr mir durchs Haar. Das verstand ich nun nicht. But that is carp fishing. Jeroen hatte in der Nacht einen Karpfen verloren, ansonsten der normale Fangstand. Das Camp der mir gegenüberliegenden Seite am Domaine de Bouxier hatte noch gar keinen Karpfen. Dieser tiefe Seeabschnitt schien bei der hohen Wassertemperatur wirklich nicht der absolute Hot Spot zu sein. Das Smartphone meldete sich. Nach kurzem hin und her mit der Heimat - meine Frau war böse erkältet, der Sohn quengelte. Was ein Mist. Ich saß also auf dem Bedchair und vor meinem Zelt ein Haufen Schlamm. Die Fangbilanz nicht ganz so prickelnd, aber motiviert bis in die Spitzen.
Das Sarah bereits Anzeichen für eine anbahnende Krankheit hatte, war mir die letzten Tage nicht entgangen. Selbstverständlich tat ich das, was ein Ehemann und frischer Papa in diesem Fall tut – Schatz, ich komme heim! Das tat zwar weh, ist aber eine Selbstverständlichkeit. Wir einigten uns, da der Tag bereits angebrochen war und mit einpacken des ganzen Materials sowie dem langen Rückweg, dass ich am kommenden Morgen die Heimfahrt antrete. So lang nur noch eine einzige Nacht vor mir.
Natürlich hätte ich auch jetzt heimfahren können und wäre spät in der Nacht daheim angekommen, aber die verbleibenden Stunden wollte ich noch genießen. Der Alltag würde mich schnell wieder in seinen Klauen haben. Während der Espresso-Kocher blubberte und Coco auf Jeroens Schoss saß, erzählte ich ihm diese nicht wirklich erfreulichen Neuigkeiten. Mein Freund hatte sofort vollstes Verständnis, im Übrigen ebenso wie jeder andere am See. Mit Blick auf den Bouxier ging ich wiederholt alles durch…
Set Ups waren einfach top, auch die Spots waren in meinen Augen optimal. Einzig eine Rute legte ich einige Meter weiter die Staumauer hinauf. Dort entdeckte ich noch eine recht flache stelle mit knappen 2 Metern. Natürlich hatte ich mein eigenes Ufer und nahe flache Bereiche bereits lokalisiert sowie ggf. befischt. Dennoch schien es unter dem herbstlich gefärbten Eichenbaum gut zu sein. Vor allem der Boden war schön hart. Gegen Mittag wurden die einzelnen Montagen sauber abgelegt. Auf jede Falle kam nun nur noch sehr wenig Futtermix (siehe oben), welcher zentral über dem Rig verteilt wurde. Eine einzige Hand 20 mm Osmotic Spice Boilies flogen darum verteilt ins Wasser. Es ging nun einfach darum Fallen zu stellen und hoffentlich noch einen schönen Abschlussfisch zu fangen.
Gegen Abend kochte eine Champignon-Nudel-Suppe im Topf. Im Schein der Stirnlampe bemerkte ich, wie toll der Nudelschleim am Boden angebacken war. Köstlich dieses Kogel-Aroma. Zumindest die dicke Ratte, mit welcher Coco und ich bereits eine Symbiose eingegangen waren, freute sich sichtlich über das schlichte Mahl in den Hecken. Mit der Tümpelkrähe im Schlepptau, gefolgt mir ordentlichem Bauchgrummeln, lief ich zügig zu Jeroen. Dort mopste ich ihm ein paar holländische (wie kann es anders sein…hihi) Tomaten ab. Auch der Hund durfte sich über eine lauwarme Mahlzeit freuen. Zu dritt ging es zu meinem Camp zurück.
In einer grünen Glasflasche schlummerte noch ein kleiner Rest Rotwein. Gemeinsam ließen wir, jeder mit einem halbvollen Becher Bordeaux den Abend bei guten, interessanten Gesprächen ausklingen. Es folgte meine Letze Nacht, als ich leicht melancholisch in den Schlafsack schlüpfte. Die Temperaturen sollten in dieser Nacht fallen, was sich prinzipiell sicherlich für die letzten normalerweise verbliebenen Nächte gelohnt hätte. Wenn, könnte, vielleicht, hätte – egal. Uninteressant.
Eine Whatsapp in die Heimat und Äugelein zu… Vollrun! Mitten in der absoluten Dunkelheit, nur vom Sternenlicht erhellt, riss es mir die Schnur nur so von meinen schwarzen 12000cc. Trotz tiefem Schlaf, stand ich in null Komma nichts mit Watstiefeln und gekrümmter Rute im Wasser. Der Fisch war unter Kontrolle. Zack, weg – nein… Der Karpfen hatte auf dem neuen Spot unter dem Eichelbaum gebissen. Unter Wasser musste in Hindernis gewesen sein. So ein Mist, doch für Frustration war keine Zeit. Schnell zur Sicherheit einige Meter monofile Shock’it Schlagschnur aufgespult und ein neues Safety Rig aufgezogen.
Wie zuvor auf dieser Stelle wählte ich eine einzelne Tigernuss mit Plastik-maiskorn als Abschluss. Kurz gepimpt in etwas Amino Gel und schnell die Rute raus an ihren Platz. Realisieren war angesagt. In Verbindung mit einem Schluck Wasser, ärgerte ich mich schon etwas. Zum einen einen Fisch verloren, zum anderen schien der Wetterumschwung die Fische aus anderen Seebereichen zu treiben. Kurz darauf legte ich mich wieder ab, es blieben ja noch einige Stunden… Wie heißt es so schön?! Die Hoffnung stirbt zuletzt…
Doch diese starb in dem Moment, als mein Wecker mich um 8 Uhr morgens aus den Federn klingelte. Wah, ekelhaft. Nun gut, ich hatte Gas gegeben, gekämpft, aber eben leider verloren. Das ist Karpfenangeln. Ich war meiner Taktik sicher und würde es heute wieder genauso machen. Während dem Einpacken verabschiedete sich der Domaine de Bouxier mit einem kleinen, eher größeren, Unwetter, dass bis auf Coco alles durchnässte was möglich oder bisher trocken geblieben war. Nachdem ich trocken umgezogen war, meine Tümpelkrähe abschließend gepisselt und mich herzlichst von Jeroen verabschiedet hatte (welcher einen schönen, makellosen Spiegler verhaften konnte), stieg ich in den Dacia.
Oh wie schön, der CD-Player ist ja immer noch kaputt… Navi an, Smartphone in die Halterung, alle Kabel anschließen, Schlüssel in der Zündung nach rechts drehen. Während die Kupplung weicht, um dem ersten Gang Platz zu machen, schaute ich wie immer leicht wehmütig zurück aufs Wasser. Abschiede fallen mir immer schwer… Krasser Trip. Obwohl ich nicht movte und es genügend Fische im See gab, wurde mir aber auch dem Material einiges abverlangt. Auch an kommerziellen Gewässern bekommt man eben nichts geschenkt.
Während ich mich die Kilometer über die Landstraßen bis zur Autobahn, Richtung Zivilisation schlängele, telefoniere ich via Headset noch mit der kranken Herzdame. Ui, hört sie sich schlecht an. Doch eine gute Nachricht aus der Heimat gibt es – der Junior schläft jetzt durch! Yes. Ein riesen Schritt um diese dunklen Augenringe nicht daheim, sondern zukünftig wieder nur am Wasser zu bekommen. Ah, langsam nähert sich mein Kombi der Ausfahrt zum Supermarkt. Der Magen knurrt. Noch ein feines Baguette für Tümpelkrähe und mich… sowie natürlich ein feiner Wein, als Genesungsgeschenk.
Am Horizont erscheint die letzte Mautstelle. 2,80 Euro wechseln den Besitzer und das letzte Stück Heimreise wird angetreten. Mein Benzin im Tank reicht bis daheim und so freue ich mich umso mehr bald meine Frau und Sohn wieder in die Arme nehmen zu können. Trotz allem, es war ein schöner, wieder einmal besonderer Trip. Ach ja und um die Frage am Anfang der Story zu beantworten, nein – es sind nicht nur die dicken Fischen… es ist mehr, viel mehr! We love to fish!
In diesem Sinne, wir sehen uns am Wasser!
Patrick „Scup“ Scupin
http://scups-adventures.blogspot.de
PS: Kaum daheim erreicht mich eine Nachricht von Jeroen. Es ist weiter kühler geworden und die Fische beißen jetzt deutlich vermehrt in den tieferen Zonen des Bouxier. Auch die Jungs von der mir gegenüberliegenden Seeseiten hatten Aktionen. Tja, so ist es manchmal eben… Dennoch eine spannende Reise an ein schönes Gewässer… und ge-blankt habe ich ja auch nicht ;-)
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The Carp Specialist ist mir schon seit längerer Zeit ein Begriff und steht für Professionalität und Seriosität, wenn es um Reisen für Karpfenangler geht. Auch ich konnte mich schon mehrere Male davon überzeugen, dass sowohl der Kontakt, die Planung, als auch die Organisation einer Reise an einen See aus dem Programm durch Jeroen tadel- und reibungslos geklappt haben. Man fühlte sich stets gut sowie ehrlich beraten und auch die angebotenen Seen halten, was sie laut Internetseite versprechen. Wenn Ihr also auf der Suche nach einem perfekten Angelurlaub seid, ist Jeroen und The Carp Specialist die beste Adresse!
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