La Carrière des Grands Prés - Eine Woche ins gelobte Land

Beitrage The Carp Specialist auf 22-08-2016

Ein Paylake aber von der besonderen Sorte. Mit Paylake verbinde ich einen überbesetzten See, wo Massenfänge keine Seltenheit sind. Solche Seen sind auch nicht mein Fall, deshalb entschied ich mich dorthin zufahren. Schwierigkeit 5 von 5 und in der Beschreibung war die rede von Herausfordernd. Dies kann man glaub ich unterstreichen, wie sich die nächste Tage rausstellen sollte.

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Wir wollten Samstag um 12 Uhr am See sein, leider verzögerte sich die Anreise um 5 Stunden. Das sollte aber kein Problem sein. Wir hätten direkt zum Swim fahren und mit dem fischen beginnen können. Um so überrascht waren wir, als ein Auto nach der Inspizierung der Lodge hielt. Wir wurden herzlichst mit Handschlag begrüßt von Richard dem Besitzer von La Carriere des Grands Pres in Frankreich.

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Kurzer smalltalk wie unsere Anreise war, wurden wir direkt eingewiesen. Besonderheit wegen warm Wasser, wo wir Akkus laden können... Danach wurden wir weiterhin in gutem Englisch gefragt, ob wir jetzt zu unserer Stellen fahren wollen. Richard fuhr vorne weg und erklärte uns danach, wo unsere Bereiche sind und wo potenzielle Hotspots zufinden sind. Sagte auch wo in der letzten Zeit immer mal wieder Fische gefangen wurden. Zum Abschluss hat er uns seine Nummer gegeben wenn etwas ist oder wir noch Fragen hätten.

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Darauf hin verabschiedete er sich und meinte, bis in 2. Tagen. In dem Rhythmus wollte er immer mal wieder vorbei schauen und nach dem Rechten sehen.Endlich konnte wir an Stelle 10 aufbauen. Ich reden immer von einem wir, weil ich meinen Dad mit im Gepäck hatte. Er wollte auch mal wieder raus und somit packte er die Gelegenheit. 

Als die Zelte standen, wurde die Markerrute rausgeholt und die Wasserfläche mal ausgelotet. Relativ schnell waren 4 Plätze gefunden. Wir wollten 2 Ruten ins Freiwasser legen, eine an die Insel und eine in einen kleinen Arm, wo jede menge Krautfelder eine schöne Gasse bildete. In den Abendstunden fing dann Swim 6 einen Karpfen und wir beide Dachten, "joar das kann was geben". Tatsächlich um 3 Uhr dauerton und die Rolle war fröhlich am knacken und gab die Schnur frei. 

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Der Fisch kam gut mit und plötzlich Hänger, kurze Zeit später piepte die Rute daneben. Fast im gleichen Augenblick löste sich die andere Rute wieder allerding samt Fisch. Am Ufer sahen wir dann, dass das Blei der anderen Rute mit am Haken verknotet war. Shhhhhitt was für ne Schei.....und dabei lagen die Rute knapp 25-30m entfernt. Gibt doch nix schöneres wie Nachts um mitleerweile 4 Uhr erst mal 2 Ruten neu zumachen. Ein guter Start ist anders. Swim 6 hatte dann morgens noch nen Run. 

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Aber irgendwie wollten die Fische nicht so richtig. Von Tag zu Tag würden die Aktionen immer weniger. Was aber aufs Wetter zurück zuführen war. Jeden Tag drehte der Wind 3-5 mal, Regen, Sonne, Sturm wir hatten bis Mittwoch glaub ich bis auf Schnee alle möglichen Wettertypen. 
Leider sah dadurch unsere fang Bilianz auch alles andere wie gut aus. 4 Welse und 2 Verlorene Fische. Man kann auch nicht sagen wir haben uns nicht angestrengt. Ich glaube wir haben nichts unversucht gelassen. Von kleinen Ködern zu großen, Schneemänner, Sinker, Tigernüsse, 3 Maisköder. Eine Rute 30h liegen lassen, mit der anderen und nem popi offene Bereiche abgefischt. Alle 3 stunden mit einer anderen Farbe oder größe, mit und ohne Pva alles erdenkliche versucht.

Mittwochs ging uns dann ein wenig unser Gas zuende und somit beschlossen wir uns mal ein wenig die Gegend anzuschauen und wenigstens den Proviant wieder aufzufüllen, das es uns an nichts fehlt wenn schon die Fische nicht so recht wollten.

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Richard kam auch jeden Morgen spielte ein wenig Buschfunk ob was bei den anderen lief, sagte aber auch das die Woche durch das Wetter alles andere wie gut sei. Die 2 Wochen davor, konnte sich jeder Platz über 1-3 Fische am Tag freuen. Nach dem Einkauf, mit neuer Motivation ging es frisch ans Werk. An 2 Ruten kamen die Bleie ab und da der Grund sehr hell war und anscheind zum größten Teil aus hellem Lehm und sehr hellen Steinen bestand, beschloss ich mir 2. in etwa 90 Gramm große Steine zu suchen. Dort einen ring swivel zubefästigen und das an stelle vom Blei zubenutzen.

Der Tag verging und um 23 Uhr legten wir uns wieder hin. Ein wenig die Enttäuschung in den Knochen und mit der Vermutung das wir ohne den Wohl ersehnten Karpfen bald auch wieder fahren. Um 6 Uhr dann Dauerton, bitte lass nichts schief gehen im Kopf wurde die Rute aufgenommen. Angeschlagen merklicher Druck baute sich auf aber so schnell dieser da war, war er auch wieder weg und irgendwas lies sich ohne mühe einholen. Kurz vorm Ufer dann eine Flucht und Zack hing der Fisch im dicken Krautfeld und bewegte sich keinen mm. Langsam krabbelte mein Dad auch schon aus dem Zelt. Er setze promt nen fixen Kaffee auf, den wir gemeinsam trinken wollten. Einerseit vielleicht würde der Fisch sich noch mal aus dem Kraut bewegen und zum anderem weil die morgen Dämmerung solangsam kam und die Arbeit mit dem Notbedürftigem Boot erleichtern würde. 

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Nach dem Kaffee also ab ins Boot, Kescher mit eingepackt ging es los. Langsam an der Schnur direkt über den Fisch gezogen, konnte ich dann nach und nach das Kraut beseitigen und irgendwas hing wirklich noch dran. Rechnete aber eher wieder mit einem kleinem Wels. Kurz bevor ich endlich das Rig dann an der Oberfläche hatte, bekam ich eine riesen Welle ins Gesicht und mir zeigte sich eine mächtige Flanke die auch direkt wieder im dicken Kraut verschwand. Okay doch nen Karpfen um so vorsichtiger wieder holte ich das ganze Spielchen, bis ich dann endlich nach dem 4 Anlauf den Kescher so unter den Fisch bekam das der auch rein passte, irgendwie schien der Kescher zu klein zu sein oder der Fisch wurde immer größer…

Von oben bis unten nass und mit Fisch kam ich dann nach einer guten halbe Stunde am Ufer an. Erst mal Matte nass machen, Cam aus dem Auto geholt, merkte ich schon beim rausheben, das ist ein Dicker und das bestätigte die Waage dann auch. Leider war die Cam falsch eingestellt deshalb sind viele Bilder nix geworden aber der Fisch bleibt mir im Gedächnis und das zählt. 

Der Tag verlief wie gewohnt sehr ruhig und alle lagen in der Sonne und waren genauso faul wie die Fische. Wir konnten dann am nächsten Morgen noch einen schönen Karpfen fangen, 20min nach dem Rute auslegen aber bis auf eine Brasse lief dann den Rest der Woche nix.

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Trotzdem und das ist Fazit von mir, werd ich wieder kommen. Da alle wenig gefangen haben, lag es glaub ich nicht an uns. Jeder kennt es, nicht immer beißen die Fische. Beim nächsten mal kommt Echolot mit, das hätte vielleicht 1-2 Fische mehr ausgemacht. Leider war es diesmal nicht möglich. Beim nächsten mal wird die Taktik auf den See abgestimmt, dann läuft es auch. (y) Diesmal gebt ich mich geschlagen, aber mit dem Fisch und dem verpatztem Fotoshooting hab ich noch eine Rechnung offen.

Besonders hervor heben kann ich nur, den Service und das gesamt Paket. Top See, super Anlage, alles sauber und Richard immer freundlich und für nen kleinen Plausch zuhaben. Wer die Herausforderung sucht, keine massen Fänge erwartet und arbeiten will für den Fisch, ist dort gut aufgehoben.

So ich bin raus 

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