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La Carriere des Grands Pres: „Up and Down“ - von Höhen und Tiefen

Als ich diese Zeilen verfasse, lassen die Wettergötter vor meiner Haustür mal wieder ihre Muskeln spielen und geben sich die Klinke in die Hand. Innerhalb kurzer Zeit wurde aus heiter Sonnenschein ein ausgereiftes Sommergewitter mit Sturm, Hagel und Regen. Nur Minuten später ist der Spuk aber bereits wieder vorbei. So wie diese Wetterkapriolen im Jahr 2015, gestaltete sich unser Sommer-Trip an den „La Carrière des Grand Prés“ in Heiltz-le-Maurupt, Frankreich.
Mein Angelpartner Maik und ich, hatten bereits letztes Jahr überlegt wohin es diesmal gehen sollte. Nach einigen Recherchen und Gesprächen auf diversen Messen, entschieden wir uns für das idyllische Gewässer mit seinem smaragdgrünen Wasser in der Champagne-Region. Die Buchung über „The Carp Specialist“ lief wie bereits in der Vergangenheit super und ohne Schwierigkeiten; Jeroen Albers ist die personifizierte Zuverlässigkeit seit eh und je, danke Jeroen ;-)
Alles klar, Trip gebucht und bezahlt, nun konnten die Vorbereitungen endlich starten. Wir wussten, dass dieser Baggersee mit seinen 15 Hektar definitiv nicht zu der Kategorie „mal eben einen Karpfen über den Kescher ziehen“ gehörte; hier durchpflügten jedoch einige gewichtige Wasserschweinchen den Boden, auf der Suche nach Fressbarem, die es uns angetan haben.
Wir entschieden uns für die Stelle 11 und 12, dieser Bereich beherbergt neben einer Insel auch die tiefsten Stellen des Sees mit bis zu 3,2 Meter bei normalen Bedingungen. Dass diese aber alles andere als „normal“ waren, sollten wir noch früh genug am eigenen Leibe zu spüren bekommen... Hoch motiviert ging es dann am 08. August mit der freundlichen Unterstützung einer Baumarktkette los => „wenn's gut werden muss“ dann kann ja nix mehr schief gehen oder ;-)?
Jeder von uns weiß, wie viel Kram wir Verrückten immer in so einer Woche mit uns mitschleppen. Die Möglichkeit des Anhängerverleihs kann ich euch nur wärmstens empfehlen, da es auch sehr kostengünstig ist.
Vom schönen Murgtal ging es morgens um sechs Uhr hinüber in die Rheinebene, wir fuhren bei Freistett über die Grenze ins Land der guten Weine und Baguettes und erreichten dann nach vierstündiger Autofahrt, ca. 350 Kilometern, und 8 Tassen feinsten Milchkaffees endlich unser Ziel „La Carrière des Grand Prés“.
Nachdem auch die letzten Meter nach dem Empfangsschild gemeistert wurden (die Einfahrt zum See ist sehr abschüssig und muss mit schwerer Ladung seeeehr vorsichtig befahren werden), bezogen wir unsere reservierten Plätze bei trockener und warmer Witterung.
Der Aufseher Richard begrüßte uns gleich herzlich bei der Ankunft und gab uns Auskunft über die aktuellen Gegebenheiten. Unsere anfänglich Motivation erhielt einen herben Dämpfer, als wir erfuhren, dass die letzten beiden Wochen fast keine Karpfen zu einem Landgang überredet werden konnten und es seit Wochen drückend heiß in der Region war....Regen kannte man ebenfalls nur von Bildern und vom Hören sagen....es war der regenärmste Sommer seit angeblich 65 Jahren!!....puuuh so hatten wir uns das Ganze aber nicht vorgestellt.
Bei einer kurzen Inspektion unserer Plätze erhielten wir gleich den nächsten Schock als wir sahen, dass der Wasserstand fast 80 Zentimeter unter normal war und ziemlich viele Krautfelder es sich im See bequem gemacht hatten. Kraut an der Oberfläche, am Grund, am Ufer und wer weiß sonst noch wo überall...das konnte ja heiter werden! Die Wassertemparatur betrug dann auch noch rekordverdächtige 28 Grad!
Der arme Richard wusste teilweise gar nicht was er mit den ganzen anderen Angler machen sollte, da diese an Ihren Plätzen mit noch größeren Krautproblemen zu kämpfen hatten als wir. In dieser Woche waren neben uns insgesamt weitere sieben Carphunters am See, welche dann aber nach weiteren Gesprächen mit Richard doch noch einigermaßen akzeptable Plätze am See finden konnten. Zum Glück hat der See ausreichend Stellen und wird nur mit max. 10 Angler pro Woche besetzt.
Aufgrund dieser schwierigen Bedingungen, entschieden Maik und ich uns für folgende Strategie; Spots mit unseren Futterbooten in den wenigen krautfreien Löchern finden und mit sehr wenig Futter den Fischen kleine Fallen stellen. Hierbei setzten wir bei 7 Ruten auf jeweils zwei Tigernüsse, welche knapp über dem Grund schwebend, an einem ca. 15 cm langen Kombi-Rig angeboten wurden. Da der Boden überwiegend kiesig bis leicht lehmig war, sollte diese Vorfachlänge ausreichen. Gefüttert wurde mit einer Mischung aus Tigers, Hanf, Weizen und etwas Mais.
Die Montage selber bestand aus einer simplen Safety-Montage mit einem 100 Gr. Flat Pear Lead in krautgrün und einem Tungsten-Schlauch ebenfalls in weed green. Aufgrund der hohen Wels- und Störaktivität statten wir nur eine Rute mit GLM-Boilies made by Naturebaits aus.
Nach dem wir ca. zwei Stunden lang unsere Spots mit dem Echolot an unseren Futterbooten gesucht hatten, verteilten wir die acht Ruten strategisch auf die ganze Fläche in unserem Bereich.
Eine Gerte davon fischten wir in einem kleinen Seitenkanal zu unserer Linken, da dort sicherlich auch einige Fische ihr Unwesen trieben. Maik fischte mit seinen Ruten nach rechts Richtung Stelle 13 und legte die Ruten unweit des eigenen Ufers in Vertiefungen ab. Meine Ruten platzierte ich weiter draußen, eine vor unserer Insel, eine auf der linken Seite auf 2,80 Metern und eine ufernah an einer Kante die von 1,50 Metern auf 2,50 Meter abfiel.
Stelle 11 - hier legten wir zwei Ruten links von der mittleren Insel im tieferen Bereich ab, die rechte ca. 20 meter draußen auf 1,80 m in einem krautfreien Loch
Blick von Stelle 12 auf Stelle 13 - man erkennt am dunklen grünen Streifen das Krautfeld
Camp „Rothfuß“ und dahinter der kleine Seitenarm
Bereits am ersten Abend bescherte uns die „Action-Rute“ wie wir die Bollenrute tauften :-) zwei schöne Störe. Im Laufe der Woche sollten wir insgesamt 10 dieser Urzeittiere an den Haken bekommen.
Um es gleich vorweg zu nehmen. Wir konnten nachts keinen einzigen Karpfen zu einem Anbiss bewegen! Unsere Vermutung war, dass durch das viele Kraut nachts dem Wasser der Sauerstoff entzog wurde und den Fischen dadurch der Appetit verloren ging. Dies hatte ich so in meiner 15- jährigen Karpfenanglerlaufbahn auch noch nie erlebt.
Bis Sonntagnachmittag schwiegen die Bissanzeiger , als Maik's rechte Rute wie von der Tarantel gestochen plötzlich ablief. Nach kurzem „Krautkampf“ konnten wir einen stattlichen Spiegler mit satten 20,2 Kilo über die Maschen des Keschers ziehen. Was für ein Anfang und auch noch gleich mit einem neuen PB für meinen Kollegen Maik!
20,2 kg Spiegel-Power
Der Schweizer Patrick und sein Kollege auf Stelle fünf, konnten am ersten Morgen einen Spiegler von 13 kg verhaften, hatten aber die ganze Woche über leider kein Glück mehr; es war aber auch verdammt schwierig auf Ihrer Stelle geeignete krautfreie Plätze zu finden. Dennoch hatten wir zusammen viel Spaß und machten das beste aus der Woche!
Nach diesem Fisch war es erst einmal bis Montagmorgen karpfentechnisch still....die Störe und Welse bis 1,40 m sorgten jedoch für tolle Abwechslung an unserer Boilierute und lieferten uns ebenfalls harte Kämpfe :-)
Gegen 09:00 Uhr lief dann wieder Maik's rechte Rute ab und ich durfte endlich ran (wir wechseln uns bei unseren Trips immer mit dem Drillen ab; „denn nur gemeinsam sind wir erfolgreich“ lautet unser Motto) Nach dem ich den Fisch vom Kraut fern halten konnte, gelang der zweite Kescherversuch und ich durfte einen makellosen Spiegler mit 21,9 kg in die Linse halten; yeeeees Baby! Für mich war jetzt schon die Woche gerettet. Wir beide waren super happy und unser Laune schlagartig wieder „Up“!
Mit solch einem schönen Tier gehe ich gerne schwimmen :-)
Aber wie heißt es so schön? Auf jedes Hoch folgt bekanntermaßen ein Tief.....es war bereits Dienstag und nach einem wunderschönen Schuppenkarpfen, den Maik auf meiner rechten Rute fangen konnte gingen die Probleme los...
Maik mit 9,2 Kilo Schuppi
Während des Abendessens hielt ich auf einmal nach einem lauten „Krrrrrrrk“ die hälfte meines rechten oberen Backenzahnes in der Hand => sofort kamen die schlimmsten Erinnerungen in mir wach; bereits vor zwei Jahren musste man mich aus Frankreich „evakuieren“ als damals mein Weisheitszahn mich vor lauter Schmerzen nicht mehr in Ruhe ließ.... Gott sei Dank hatte ich jedoch keine akuten Schmerzen und hoffte die restliche Woche über würde dies auch so bleiben....
Eine Stunde später....“he Kai komm mal her, mein Echolot funzt nicht mehr“; auch das noch; aus bisher unerklärlichen Gründen ging bei Maik's Futterboot auf einmal das Echolot nicht mehr....da half alles Akkuwechseln, Gebete sprechen, Antennen tauschen und Schimpftriraden die ich an dieser Stelle nicht näher erläutern möchte, nichts. Zum Glück hatten wir ja noch mein Bötchen und drückten alle Daumen, dass an diesem nichts kaputt ging.....
Nach diesem Tiefschlag ging es munter weiter...gerade war einer der beiden Schweizer bei uns zu Besuch und ich erzählte ihm voller Stolz wie toll mein neues Bissanzeigerset funktioniert und dass man nicht immer ein Heidengeld für diese Spielzeuge ausgeben muss. Kaum war er weg, gab wie aus dem Nichts mein Funk den Geist auf. Kein Signal wurde mehr von den Bissis zum Funk übertragen...“so eine verdammte SCH*****“ Es half alles nichts, das Teil war im Nirvana, also blieb mir nichts anderes übrig, als meine Bissanzeiger auf volle Lautstärke hochzudrehen und damit den halben See bei einem Biss darüber zu informieren was bei uns abging....naja besser wie nichts mitzubekommen, gell Patrick ;-))
Nach diesen Kapriolen gingen wir dann bedient in unsere Behausung und schliefen uns den Frust von der Seele....Am Mittwoch stand uns dann der heißeste Tag der Woche bevor. 36 Grad, drückende Schwüle.... Badewetter aber sicher kein Karpfenwetter meine Freunde....
Maik entschied sich gegen elf Uhr mal eine „Seerunde“ zu drehen (diese dauert ca. 1 Stunde wenn man einmal alles komplett umrundet), getreu dem Motto, „vor dem Abend beißt sowieso nix hier“. Ich blieb also bei den Ruten und vertrieb mir die Zeit mit einem guten Buch...
„Pieeeeeeeeeeep pieeeeeeeeeeep pieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeep“ Ich musste wohl eingeschlafen sein und in meinen Träumen lief gerade meine rechte Rute ab, oh shit....von wegen in meinen Träumen.... ratzfatz war ich in der Wirklichkeit angekommen, schnappte mir den Stock und kämpfte mit meinem Kontrahenten um jeden Zentimeter. „Maaaaaaik, Maaaaaaaaik, beweg deinen A**** hierher aber dalli“
Aber kein Maik war weit und breit zu sehen....ach stimmt der wollte ja einen Spaziergang machen...shit....Als ich meinen Gegenüber, dann das erste mal nach fünf Minuten an der Oberfläche sah, rutschte mir das Herz aber sowas von in die Hose. Ich wusste, ich hatte einen der ganz Großen am Haken; und dass mittags um 12 Uhr in de größten Hitze...unglaublich! Da es aufgrund des Uferkrauts fast unmöglich war den Kescher unter das massive Tier zu bekommen rief ich in meiner Verzweiflung nach meinem Schweizer Kollegen Patrick, welcher dann auch sofort um den halben See gespurtet kam um mir zu helfen.
Irgendwie schaffte ich es dann sogar alleine den Fisch zu keschern und nach einem lauten Jubelschrei über den ganzen See bestaunten wir beide das Tier und schossen ein paar schöne Erinnerungsfotos. Danke Patrick für diese geilen Pics! Nachdem wir den Spiegler in sein Element zurückließen, trottete ein entspannter Maik um's Eck und hörte ungläubig meinen Erzählungen....ihr könnt euch sicher sein Gesicht in diesem Moment vorstellen :-))
27,8 kg geballte Schweinchenpower
Nach diesem Erlebnis ging erst einmal in den nächsten Ort die Vorräte auffüllen und bei dieser Gelegenheit durfte die Flasche Champagner natürlich nicht fehlen und landete im Einkaufskorb ;-) Wir genossen, diesen Tag noch in vollen Zügen...wir waren wieder „Up“, aber sowas von! Nach einem ruhigen Donnerstag konnte Maik dann zum Abschluss der Session am Freitagmorgen um 7 Uhr noch einen herrlichen Fisch mit 18,7 kg auf unsere Kanalrute fangen. Auch er ließ sich die angebotenen Tigers schmecken und lieferte einen tollen Drill.
18,7 Kilo
Nach diesem Karpfen passierte nichts mehr und am Samstag morgen packten wir zufrieden unsere sieben Sachen zusammen und fuhren wieder der Heimat entgegen. Es war wirklich eine turbulente Woche mit vielen Hochs und Tiefs, aber ist es nicht genau das was unser Hobby so wunderbar macht? Ich finde schon und freue mich darauf auch in Zukunft spannende Abenteuer am Wasser erleben zu dürfen! Haltet die Ohren steif, ich wünsche euch eine Gute und erholsame Zeit am Wasser!
Beste Grüße aus dem schwarzen Wald.
Euer Kai
Diese Momente machen unser Hobby zu etwas Besonderem
Wir haben in dieser Woche unsere Goldbarren gefunden :-)
Cooking Time
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