Frühjahrsputz am OC Carplake 2018

Beitrage The Carp Specialist auf 10-09-2018

Ende letzten Jahres war es mal wieder soweit, auf nach Frankreich zum Karpfenangeln. Rene Thoma Junior, Rene Thoma Senior und ich, überlegten an welchen PayLake es uns nach Frankreich 2018 zieht. Die Auswahl bei "The Carp Specialist" war wie immer groß.
So konnten wir schon zusammen an den "Le Grand Etang" und den "Bouchot" um dort unser Bestes zu geben. Am "Le Grand Etang" auch bekannt als "The Great Lake" haben wir buchstäbdlich den Arsch versohlt bekommen und am "Bouchot" mussten wir uns durch die kleinen Karpfen durchangeln. Zugegeben, beide Aufenthalte waren trotzdem sensationell!

karpfenangeln-nord-frankreich-angelurlaub

Auf der Startseite von "The Carp Specialist" fand ich dann einen Hinweis, welcher mein Karpfenanglerherz in -Wallung- brachte. OC Carplake! Noch nie davon gehört. Sicher........dieser See war auch neu im Programm und ich erinnerte mich, wie ein anderer Karpfenangler davon in Facebook berichtete. Damals, Schwierigkeitsgrad 3! Ok, hört sich ja nicht schlecht an, dachte wir. Die zwei Rene´s waren auch hin und weg und so buchten wir vom 14.05.-18.05.2018 (Wochenmitte). Da wir Freunde von Exklusivbuchungen sind, gab es für uns auch nur diese eine Option. Der Kontakt zu Jeroen (The Carp Specialist) war wie immer erste Sahne und so machten wir die Buchung komplett.

karpfenangeln-nord-frankreich-angelurlaub

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Die Zeit verging wie im Fluge und so ging die Reise los. Nach gut knapp zwei Stunden Fahrt, standen wir plötzlich vor dem See.

Oha......nicht gerade sehr groß, jedoch war uns das bei der Buchung klar. 3,5 ha, wenn ich mich noch richtig erinnere. Viele Buchten und langgezogene Angelbereiche. Dazu zwei schöne Bauwägen, welche als Unterkunft umgebaut wurden. Das sieht ja schon mal gut aus, dachten wir. Zunächst galt es Location zu machen. Beim Loten stellten wir fest, dass der Untergrund viele harte Stellen aufwies, jedoch auch Faulschlamm vorhanden war. Es roch nicht gerade nach Seife, jedoch kann man sich die Natur nicht aussuchen. Wenn man den See genauer betrachtete, war jedem sofort klar, warum es hier nicht einfach werden wird zu Angeln.Totholz, Kraut bis an die Oberfläche und Faulschlamm an eigentlich vielversprechenden Hot Spots.

Der See strahlte eine gewisse Ruhe aus und der Aufbau dieses Gewässers war eine Augenweide. Stylisch, würde ich sagen.....oder einfach auch GEIL! Die Spots waren realtiv schnell gefunden und so brachten wir die Montagen aus. Gleich vorweg zur Info. Ein Boot ist hier absolut wichtig. Ohne Boot keine Fische, aber dazu später mehr. Wir entschieden uns für süß/fruchtige und fischige Boilies. Dazu kamen noch ein paar Tigernüsse und Groundbait.

karpfenangeln-nord-frankreich-angelurlaub

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Am See traf dann auch noch der Besitzer ein. Oliver ist sehr freundlich gewesen und er gab uns noch ein paar Hinweise. Auch er meinte, dass der See nicht unbedingt eine einfache Nummer wäre und genau das nahmen wir als positiven Effekt in unsere "Karpfenanglerhirne" auf. Angeblich sollte man die Ruten mindestens 24-36 Stunden liegen lassen und dann erst "Neues" probieren. Gesagt, getan. Nach sechs Stunden kam der erste Run auf eine Tigernuss. Leider konnte ich den Fisch nicht landen, da er sich einen Busch aussuchte, in welchem er Schutz suchte. Rene Senior musste mich sogar nachts aus dem Busch ziehen, da mein Boot massiv in diesem verkantet war. Ein Abschleppvorgang der besonderen Art. Was haben wir gelacht.......

In dieser Nacht verlor ich dann nochmal einen Fisch. Woran lag es? Ganz einfach! Eigene Blödheit sozusagen. Bremse war nicht komplett zu und das ist das Problem an diesem See. Wer dort die Bremse offen lässt, wird nicht viele Fische in den Kescher führen (Dieses Problem war auch bei einem Run von Rene Senior deutlich sichtbar. Der Fisch wurde von seinem Sohn, Rene Junior, buchstäblich aus dem Busch gepflückt). So sei es und genau so fischten wir Drei dann schließlich. HighPod und Bremse zu. Plötzlich lief es auch und wir konnten die Runs verwerten. Naja fast alle grin

Allerdings waren die erste 2,5 Tage absolut nicht von Fisch geprägt. Rene Senior und ich konnten lediglich jeweils einen Karpfen fangen. Das Wetter spielte komplett verrückt und wir glauben bis heute noch, dass die Fische das auch taten. Man macht sich trotzdem Gedanken und wir fischten hart am Limit! In den Bäumen, vor Krautfeldern, umgelenkt um Kurven, in Buchten und komplett riskant "Hit & Run". Sollten wir hier wieder den Arsch versohlt bekommen?

Fehlanzeige. Plötzlich ief es ohne Ende und komischer Weise nur auf Fischboilies. Ein Run nach dem Anderen. Rene Junior kam sozusagen aus dem Nichts und bei ihm glühten die Bissanzeiger. Zuvor, knapp drei Tage lang, nichts!!! Zu jeder Tages- und Nachtzeit liefen die Funkboxen an und so konnten wir 18 Fische auf der Habenseite verbuchen. Einige Fische knackten die 15-kg-Marke. Brassen waren auch dabei, was wir (speziell ich) jedoch gewohnt sind. Es gab sogar einen Doppelrun!!!

karpfenangeln-nord-frankreich-angelurlaub

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Zum See:

Toller See, schöne Spots, super Ausstattung (WC/Dusche ca. 30 Meter gesondert auf einem alten Firmengelände-> Achtung "Walking Dead" könnte man dort locker drehen)! Schön angelegte Stellen und für drei Angler optimal zu befischen. Jeder hat dort seinen Bereich und niemand kommt dem Anderen in die Quere. Vier Angler können auch zur Not zusammen dort fischen, jedoch sollte man sich dann schon recht gut kennen. WLAN und TV vorhanden (in jedem Bauwagen). Der Besitzer ist absolut nett und in Ordnung. Man merkt jedoch, dass er sich Gäste wünscht, die nicht erst drei Monate auf Karpfen angeln, was ich vollkommen verstehe und nachvollziehen kann. Gutes und stabiles Material ist zu empfehlen und das Endtackle darf schon etwas grober ausfallen. HighPod sollte Pflicht sein und tatsächlich muss ich mir eingestehen, sollte man die Ruten nicht absenken. Weisheiten von "Die Endmontage muss flach auf dem Boden hinter dem Rig liegen" etc., konnte man hier absolut nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil! Jeder Meter zählt hier und entscheidet über "Fisch im Holz/Kraut" oder im Kescher. Der See liegt direkt an einer kleinen Straße, was uns jedoch nicht gestört hatte. Sogar die Einheimischen waren super freundlich, was in Frankreich nicht immer so ist. Supermärkte gibt es auch in der Nähe und so muss man nicht unbedingt alles ins Auto quetschen. E-Motor und Schlauchboot ist erlaubt, was sehr wichtig ist. Wer hier auf Risiko fischt, wird belohnt! Zur Futtertaktik sind wir am Besten mit wenig Futter gefahren. Letztendlich gab es nur noch zwei Hände Boilies an den Spot und genau das lief perfekt. Anfangs kann man aber schon ein paar Hände mehr füttern. Die Fische sind kampfstark, jedoch teilweise Beisfaul. Wir rechneten mit vielen kleinen Fischen (aufgrund anderer Bewertungen), konnten dies jedoch nicht bestätigen. Alle Fische hatten eine schöne Größe und Satzer gingen bei uns nicht ans Band. Gedanken i. S. Rig etc. kann man hier eher links liegen lassen. Wir fischten alle normale "No Knot"-Rigs und diese griffen perfekt im Fischmaul. Allerdings sollte man die Rigs etwas länger ausfallen lassen (zumindest waren das unsere Erfahrungen).

Zusammengefasst können wir sagen:

Es waren super schöne Tage mit einer grandiosen Truppe! Die Freundschaft war ein großer Teil unseres Erfolges und so muss das auch sein. Teamwork ist an diesem See ein wichtiger Faktor zum Erfolg. Macht euch Gedanken und geht volles Risiko, denn dann werdet ihr belohnt. Wer diesen See beangelt, wird Freude haben!

Petri heil euch allen
Rene Junior, Rene Senior und Emil

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